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3. Frauendienst im Landkreis Dahme-Spreewald

21.03.2026

Der 3. Frauendienst im Landkreis Dahme-Spreewald stand ganz im Zeichen von Vernetzung, fachlichem Austausch und praktischer Ausbildung. Kameradinnen aus verschiedenen Ortswehren kamen zusammen, um voneinander zu lernen, neue Perspektiven zu gewinnen und ihre Kompetenzen im Einsatzdienst weiter zu stärken.

Initiiert wurde das Format durch die Feuerwehr Kuschkow, die den Frauendienst vor über einem Jahr ins Leben gerufen hat und seitdem kontinuierlich weiterentwickelt.

Am 3. Frauendienst nahmen unter anderem Kameradinnen aus den Ortswehren Uckro, Kuschkow, Gröditsch, Neu Zauche, Jessern, Bestensee, Altgolßen, Waldow/Brand, Siegadel, Gallun, Dürrenhofe, Schulzendorf, Schlepzig, Ressen und Gräbendorf teil.

Unterschiedliche Strukturen, Erfahrungen und Herangehensweisen trafen aufeinander – verbunden durch das gemeinsame Ziel, Verantwortung zu übernehmen und Feuerwehr aktiv mitzugestalten.

Einblicke in die Berliner Feuerwehr

Der Auftakt fand in der Freiwilligen Feuerwehr Buch statt. Dort erhielten die Teilnehmerinnen zunächst einen Einblick in die Strukturen der Berliner Feuerwehr, Einsatzzahlen sowie in die Besonderheiten und Wege in die Freiwillige Feuerwehr in der Hauptstadt.

Im Anschluss stand die praktische Ausbildung im Mittelpunkt: Bei der Fahrzeugkunde konnten verschiedene Einsatzfahrzeuge näher kennengelernt werden. Ein besonderes Highlight war die Vorführung der Drehleiter, bei der die Teilnehmerinnen die Möglichkeit hatten, Berlin aus rund 30 Metern Höhe zu erleben. Für einige war dies eine neue Erfahrung – und ein wichtiger Schritt, eigene Grenzen zu überwinden.

Ein besonderer Programmpunkt war zudem der Austausch mit Beatrice Wrenger, der ersten Wachleiterin in Berlin. Sie berichtete über ihren persönlichen Werdegang und ihre Erfahrungen als Frau in einer Führungsposition innerhalb der Feuerwehr. Der offene Austausch bot wertvolle Impulse für die eigene Entwicklung und zeigte, wie vielfältig Wege in der Feuerwehr sein können.

Luftrettung hautnah erleben

Im zweiten Teil des Frauendienstes ging es weiter zum Landeplatz des Rettungshubschraubers Christoph 100. Dort erhielten die Teilnehmerinnen umfassende Einblicke in die Abläufe der Luftrettung und die Zusammenarbeit verschiedener Einsatzkräfte.

Neben theoretischen Erläuterungen wurden auch komplexe Rettungstechniken vorgestellt, darunter das Abseilen sowie die Rettung mittels Winde. Dabei wurde deutlich, wie wichtig präzise Abläufe, Vertrauen und eingespielte Teamarbeit im Einsatz sind.

In einer praktischen Übung konnten die Teilnehmerinnen selbst tätig werden und verschiedene Bergungstechniken, wie den Einsatz von Bergesack und Rettungswindel, erproben. So wurden Abläufe nicht nur vermittelt, sondern aktiv erlebt.

Gemeinsames Lernen als Schlüssel

Der Frauendienst hat erneut gezeigt, wie wichtig regelmäßiger Austausch und gemeinsames Training sind. Im Einsatz gibt es selten eindeutige Situationen – umso entscheidender ist es, Abläufe zu kennen, Erfahrungen zu teilen und voneinander zu lernen.

Besonders deutlich wurde dabei:

  • Praxis ist durch nichts zu ersetzen
  • Zusammenarbeit endet nicht an Organisationsgrenzen
  • Vernetzung stärkt Handlungssicherheit im Einsatz

Gleichzeitig bieten Formate wie der Frauendienst einen geschützten Rahmen, in dem Fragen gestellt, neue Dinge ausprobiert und persönliche Grenzen überwunden werden können.

Ein Format mit Zukunft

Was als kleine Idee begann, hat sich inzwischen zu einem festen Bestandteil der fachlichen Arbeit und Vernetzung im Landkreis entwickelt. Der Frauendienst schafft Raum für Austausch, stärkt die Rolle von Frauen in der Feuerwehr und setzt wichtige Impulse für die Weiterentwicklung der Einsatzstrukturen.

Der nächste Frauendienst im Herbst ist bereits in Planung.

3. Frauendienst im Landkreis Dahme-Spreewald 
3. Frauendienst im Landkreis Dahme-Spreewald

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